Die Frankfurter Buchmesse

Der Titel ist für den Blogbeitrag einer Autorin vielleicht nicht sonderlich einfallsreich aber er trifft es eben am Besten.

Schließlich war ich auf der Frankfurter Buchmesse.

  • Dem Treffpunkt aller Schreib- und Lesefreunde.
  • Dem Ort, an dem Verlage stolz ihre Programme vorstellen können.
  • Der Informationsplattform für all die, die den Traum leben (wollen), ihr Buch bei der nächsten Buchmesse auch in einem der zahllosen Regale zu sehen.

Vielleicht ist man dann auch eine jener Autorinnen (und selbstverständlich auch Autoren), die ihre Erfolgsgeschichten erzählen dürfen. Möglicherweise stellt man sein Buch auch bei einer Lesung vor und die Leute kommen wegen dir, und nicht irgendeinem Promi … wobei, dann ist man das ja selbst – ein Promi.

Mit diesen Gedanken im Kopf habe ich mich auf Frankfurt und seine Bücher vorbereitet.

  1. Brauchte ich eine Merkliste, damit keine Veranstaltung oder kein Verlag, dessen Programm mich interessiert, an mir vorbei geht, bzw. in diesem Fall ich an ihnen. Die Liste wurde sehr lange mit einigen Zeitüberschneidungen. Aber darum würde ich mich vor Ort kümmern. Hauptsache nichts vergessen. So viel kann ich schon verraten: am Ende hätte eine Seite gereicht. Aber dazu später mehr.
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    buchmesse_2016

  3. Wollte ich bei der Messe professionell auftreten. Also habe ich Visitenkarten drucken lassen. Da ich das Selfpublishen gemeinsam mit Mirjam Hoff wage, muss ihr Name selbstverständlich auch drauf stehen. Da fällt mir ein: Darf ich mich eigentlich Selfpubliher nennen? Ist das nicht eher Sharepublishing? Wie auch immer, es macht Spaß und auf die Visitenkarten bin ich sowieso stolz.
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    visitenkarte-rikefeldhoff   visitenkarte-mirjamdhoff
     

  5. Musste noch ein Stift her, der nicht wegen zu großer Abnutzungserscheinungen plötzlich den Geist aufgibt. Der war aber leicht zu besorgen. Genauso wie das Papier zum Mitschreiben und die Wegzehrung, falls der kleine Hunger und/oder der große Durst kommen. Obwohl genug Labestationen vorhanden waren, wollte ich auf Nummer sicher gehen.

Derart gut gerüstet bin ich schließlich gemeinsam mit meiner Freundin zur Buchmesse nach Frankfurt gefahren.

Schon beim Eingang musste ich feststellen, dass ich etwas Wesentliches vergessen habe: die Eintrittskarten. Daher mussten wir lange anstehen, anstatt gleich reinzukommen. Zum Glück haben wir es trotzdem zu den Vorträgen geschafft, die auf meiner Liste an oberster Stelle standen.

Gut, der Vortrag über LChoice stand nicht drauf, es war aber höchst interessant, von den Möglichkeiten zu hören, sein Buch vielleicht über eine App an die Leser und in den Buchhandel zu bringen. Schade ist nur, dass ich in den Städten meines Interesses keine Partnerunternehmen gefunden habe. Aber ich werde diese Möglichkeit im Auge behalten.

Damit war ich auch schon mitten im Thema. Marketing.

Wie bekomme ich mein Buch sichtbar auf den Markt? Sichtbarer als nur ein am Ende doch unscheinbarer Bildausschnitt bei den Online-Buchhändlern, der sich in eine Reihe vieler zeigt, wenn jemand zufällig in meinem Genre stöbert, versteht sich. Ich kann nur sagen: wow. Wenn ich das alles mache und nebenbei Bücher schreiben will, muss ich entweder meinen Job kündigen, die Stunden reduzieren, im Lotto gewinnen oder den Schlaf aus meinem Leben streichen. Nur um euch das Dilemma zu zeigen, in dem ich stecke: von allem ist der Lottogewinn noch die realistischste Option. Ich sollte mir also einen Lottoschein besorgen. Auf jeden Fall brauche ich aber einen Plan.

Dabei half der nächste Vortrag über die Social Media Kanäle, die man nützen kann. Erst schwirrte mir der Kopf von den vielen Möglichkeiten, dann hatte ich eine klare Vorstellung davon, was für mich Sinn macht. Daher werde ich meine Ressourcen auch erst einmal auf diesem Gebiet einsetzen. Die 50 Lesungen (diese Zahl hat ein Autor genannt) die hebe ich mir auf, oder Mirjam Hoff macht sie. Schließlich hat sie schon Erfahrung damit, wie ihr hier lesen könnt.

Aber weiter mit der Messe. Mein nächstes Ziel war der Stand des Selfpublisher-Verbandes. Aufgrund dessen, was ich gehört habe, und was auch auf der Homepage des Verbandes zu lesen ist, denke ich ernsthaft über eine Mitgliedschaft nach. Es schadet sicherlich nicht. Und auch eine Österreicherin kennt sich mit Verbänden usw. aus.

Danach ließen meine Freundin und ich uns durch die Reihen treiben. Es blieb uns auch nichts anderes übrig, weil so viele Menschen da waren und man unweigerlich mit gezogen wurde. Trotzdem haben wir in Halle 3 auch viel gesehen, und da meine ich nicht nur die Cosplayer, die wieder vertreten waren und dem bunten Treiben noch einen extra Farbklecks verliehen haben.

Als Nächstes stand noch die Halle 4 auf meiner Liste. Denn dort waren die Stände von Verlagen, deren Programme uns sehr gut gefallen. Wo hat man sonst noch die Chance, sich persönlich mit den Menschen auszutauschen, die direkt an der Entstehung eines Buches beteiligt sind? Da spricht jetzt auch nicht nur das Interesse eines Selfpublishers oder einer Autorin aus mir. Auch die Neugierde einer ehemaligen Verlagsautorin und zweier Leserinnen spielten eine Rolle.

Beim Stand vom Ulrike Helmer Verlag sind wir dann sehr lange hängen geblieben. Vielen Dank an dieser Stelle an Ulrike Helmer für das äußerst kurzweilige Gespräch. Auch mit Jim Baker vom Querverlag haben wir uns ein wenig verquatscht. Es war uns aber egal, dass wir am Ende den Vortrag verpassten, den ich noch mitnehmen wollte. Man muss eben Prioritäten setzen. Und gute Gespräche sind sowieso besser als Vorträge. Weil Gespräche nicht wiederholt werden können. Von daher alles richtig gemacht.

Das ist auch mein Fazit von der Buchmesse. Es waren schöne und lehrreiche Stunden, die wir in Frankfurt verbracht haben. Vielleicht fahre ich beim nächsten Mal auch an den Fachbesuchertagen hin. Denn eines habe ich erkannt: Ein Tag reicht nicht, um all die Eindrücke sammeln zu können, die möglich wären.

Liebe Grüße und wir lesen uns
Eure Rike

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